AUF DER SUCHE

 

Ich habe dich in mir gefunden.

Du bist ein Teil von mir.

Du und ich,

das war mein Glaube –

mein einziger.

 

Nun glaube ich nichts mehr.

Ich such dich in mir

und finde nur Erinnerungen.

Es fehlt ein Teil von mir.

Ohne Glauben,

ohne deine Hälfte

fühle ich mich halb gestorben

und trauer um uns.

 

Bei allem, was ich tue und denke,

vermisse ich mein Gegenstück.

Ich habe dich verloren

und finde mich auch nicht mehr.

 

Peter Lengwenings

IRRLAUF OHNE ZIEL

 

Ich bin gewandelt.

Habe mich gewandelt.

Bin verwandelt worden.

 

Ich habe geglaubt

und konnte hoffen.

 

Ich wandelte und glaubte.

Ich suchte und hoffte.

Ich hatte es gefunden,

blieb stehen und

liebte.

 

Doch ich wurde zurückgestoßen.

Ich irrte.

Habe mich geirrt.

Bin verwirrt worden.

 

Darf ich überhaupt noch jemals

hoffen?

 

Peter Lengwenings

JETZT - NIEMALS

 

Die Erinnerung quält

mehr als die Gegenwart.

Sie frißt mich auf.

Ich weiß nicht mehr,

wo ich bin.

 

Die Erinnerung ist gegenwärtiger

als die Gegenwart.

Sie zwingt der Zukunft

die Hoffnung auf.

Ich lebe mehr in der Erinnerung

als in der Zukunft.

 

Lebe ich überhaupt noch

 

jetzt?

 

Peter Lengwenings

TRAUMSCHLÖSSER

 

Ich habe geträumt von dir.

Du hast mich aufgeweckt.

Nun kann ich nicht mehr schlafen,

nicht mehr träumen.

Ich werde unruhig und habe Angst.

Ich versuche, mich an diesen Traum zu klammern.

Es gelingt mir nicht.

Ich bin wach.

Die Bilder verschwimmen,

werden verdrängt vom neuen Tag.

Warum soll ich mich erheben?

Hasse ich nicht die Leere und die Kälte,

die er mit sich bringt?

 

Ich stehe auf.

Ich friere.

Das Gefühl des Traumes verfolgt mich -

auf meinen Wegen -

bei meinem Tun.

 

Ich warte nur und sehne mich,

dass ich ihn wieder treff`.

Denn mit ihm kann ich wieder hoffen -

ohne ihn würde die Nacht

so wie der Tag.

 

Peter Lengwenings

 

 

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